Die Schule des Heckscher-Klinikums MünchenBei längeren stationären Aufenthalten stellt sich die Frage des Schulbesuchs. In manchen Fällen ist es notwendig, dass sich ein Kind uneingeschränkt auf die Therapie konzentrieren kann und die Wiederholung eines Schuljahres wird dabei möglicherweise bewusst in Kauf genommen. In anderen Fällen soll den Patienten nach der stationären Therapie ein übergangsloser Wiedereintritt in ihren Schulalltag ohne Zeitverlust ermöglicht werden. Deshalb bietet das Heckscher-Klinikum einen 9-stufigen Grund-, Haupt- und Förderschulunterricht an. Auch Realschüler und Gymnasiasten können bis zur 10.Jahrgangsstufe, partiell auch darüber, schulisch betreut werden. Die Schule an dem Heckscher-Klinikum ist staatlich, ihre Lehrinhalte entsprechen dabei den üblichen schulischen Anforderungen. So kann im Verlauf des Klinikaufenthaltes etwa der qualifizierende Hauptschulabschluss absolviert werden.
Darüber hinaus besteht in Einzelfällen die Möglichkeit eines Gastschulaufenthaltes in weiterführenden Schulen der näheren Klinikumgebung. Zudem ist in den Lehrplänen auch Raum für therapiespezifische Inhalte. So kann z.B. bei Entwicklungs- oder Teilleistungsstörungen wie Sprach-, Lese / Rechtschreib- und Rechenstörungen im Rahmen des Unterrichts mit speziellen Übungen hierauf ein besonderer Akzent gesetzt werden. Ein weiterer therapeutischer Bestandteil des klinikinternen Schulbesuchs ist die Förderung der Leistungswilligkeit und des Selbstbewusstseins. Die Kinder und Jugendlichen lernen hier, dass sie gesetzten Leistungsanforderungen gerecht werden können. Sie erfahren dadurch eine wichtige Ich Stärkung. Die kleinen Klassen ermöglichen es, den besonders ausgebildeten Lehrern natürlich auch, individuell auf die schulischen Probleme der Patienten einzugehen und ggf. in der Folge gemeinsam mit den Therapeuten eine Korrektur der Schullaufbahn einzuleiten. |